Butter Chicken mit Basmatireis

Butter Chicken mit Basmatireis

Butter Chicken mit Basmatireis

Cremig, würzig und mit ordentlich Charakter – Butter Chicken gehört zu den beliebtesten Gerichten der indischen Küche. Die Kombination aus zart mariniertem Hähnchen, aromatischen Gewürzen und einer samtigen Tomatensauce bringt genau die Balance aus milder Schärfe und Tiefe auf den Teller, die ein gutes Curry ausmacht. So machen Sie schnell und einfach ein authentisches Butter Chicken für ein entspanntes Abendessen oder das nächste Food-Highlight zuhause.

Angaben

  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten plus Marinierzeit
  • Portionen: 2
Butter Chicken Rezept

Zutaten

Für das Huhn

  • 300 g Hähnchenbrust, in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 2 EL Naturjoghurt
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 TL Paprikapulver
  • ½ TL Kurkuma
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • Salz nach Geschmack

Für die Sauce

  • 1,5 EL Butter
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt oder gepresst
  • 1 Stück Ingwer, ca. 2 cm, fein gerieben
  • 1 TL Garam Masala
  • ½ TL gemahlener Koriander
  • 1 TL Paprikapulver
  • 200 ml passierte Tomaten
  • 100 ml Sahne
  • 1 TL Zucker oder Honig
  • Salz nach Geschmack

Für den Basmatireis

  • 120–150 g Basmatireis
  • 300 ml Wasser
  • 1 Prise Salz

Zum Servieren

  • Frischer Koriander
  • Etwas Naturjoghurt
  • Naan-Brot nach Wunsch

Zubereitung

  1. Hähnchenstücke mit Joghurt, Zitronensaft, Garam Masala, Paprikapulver, Kurkuma, Kreuzkümmel und Salz gründlich vermengen.
  2. Das marinierte Fleisch mindestens 20–30 Minuten ziehen lassen. Für noch mehr Aroma gerne mehrere Stunden im Kühlschrank marinieren.
  3. Basmatireis gründlich waschen, bis das Wasser klar bleibt. Mit Wasser und einer Prise Salz aufkochen und bei niedriger Hitze etwa 12 Minuten garen. Danach abgedeckt ruhen lassen.
  4. Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen und das Hähnchen scharf anbraten, damit schöne Röstaromen entstehen. Das Fleisch muss noch nicht komplett durchgegart sein. Anschließend herausnehmen.
  5. Butter in derselben Pfanne schmelzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen.
  6. Knoblauch und Ingwer hinzufügen und kurz mitbraten.
  7. Garam Masala, Koriander und Paprikapulver dazugeben und die Gewürze etwa 30 Sekunden rösten. Genau hier entwickelt das Curry seine Tiefe und den typischen Charakter.
  8. Passierte Tomaten einrühren und die Sauce 5–10 Minuten sanft einkochen lassen.
  9. Sahne unterrühren und mit Zucker oder Honig sowie Salz abschmecken.
  10. Das angebratene Hähnchen zurück in die Sauce geben und alles 8–10 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Fleisch saftig und durchgegart ist.

 

So gelingt Butter Chicken noch besser

  • Das Hähnchen möglichst lange marinieren – ideal sind 4–6 Stunden.
  • Gewürze immer kurz in Butter oder Öl anrösten, damit sich die ätherischen Öle entfalten.
  • Die Sauce nicht zu stark kochen lassen, damit die Sahne schön cremig bleibt.
  • Wer es intensiver mag, ergänzt etwas Chili oder Cayennepfeffer.
  • Mit frisch gebackenem Naan serviert bekommt das Gericht echtes Restaurant-Feeling.

Der Ursprung von Butter Chicken

Butter Chicken, auf Hindi eigentlich „Murgh Makhani“, stammt sehr wahrscheinlich aus Delhi und wird eng mit dem berühmten Restaurant Moti Mahal verbunden. Entwickelt wurde das Gericht vermutlich Ende der 1940er- oder Anfang der 1950er-Jahre von den Köchen Kundan Lal Gujral und beziehungsweise oder Kundan Lal Jaggi. Beide kamen nach der Teilung Britisch-Indiens aus Peshawar nach Delhi und prägten dort die nordindische Restaurantküche entscheidend mit. Wer das Gericht tatsächlich erfunden hat, ist bis heute nicht vollständig geklärt – zwischen den beteiligten Restaurantfamilien läuft darüber sogar seit Jahren ein Rechtsstreit.

Die bekannteste Entstehungsgeschichte passt perfekt zum Charakter des Gerichts: Übrig gebliebenes Tandoori-Hähnchen wurde nicht weggeworfen, sondern in einer cremigen Tomaten-Butter-Sauce erneut erhitzt, damit das Fleisch wieder saftig wird. Genau daraus entwickelte sich das heutige Butter Chicken.

Das Original und moderne Varianten

Viele kennen Butter Chicken heute vor allem aus Social Media, Lieferdiensten oder modernen Restaurantversionen. Das ursprüngliche Gericht aus Delhi unterschied sich jedoch deutlich von vielen heutigen Interpretationen.

Das klassische Butter Chicken war stärker von der Punjabi- und Tandoori-Küche geprägt: rauchiger, würziger und deutlich weniger süß. Traditionell wurde echtes Tandoori-Hähnchen verwendet, das durch den Lehmofen intensive Röstaromen bekam. Die Sauce war eher samtig und tomatig, nicht extrem dick oder überladen mit Sahne.

Viele moderne Trendrezepte gehen heute bewusst in eine andere Richtung. Sie setzen stärker auf cremige Konsistenz, milde Gewürze und einen süßeren Geschmack. Besonders westliche Varianten werden häufig deutlich sahniger und erinnern fast an klassisches Comfort Food.

Typische Unterschiede zum Original

  • Original Butter Chicken nutzt oft echtes Tandoori-Hähnchen mit rauchigem Aroma.
  • Moderne Varianten verwenden meist einfach gebratenes Hähnchen.
  • Die traditionelle Sauce schmeckt deutlich nach Tomate und Gewürzen.
  • Viele heutige Rezepte setzen stärker auf Sahne und milde Cremigkeit.
  • Kasuri Methi, also getrockneter Bockshornklee, gehört klassisch fast immer dazu.
  • Moderne Schnellrezepte lassen diese Zutat oft weg.
  • Das Original arbeitet mit komplexen Gewürzen und eher zurückhaltender Süße.
  • Viele Social-Media-Versionen enthalten deutlich mehr Zucker oder Honig.

Typische Beilagen zu Butter Chicken

Butter Chicken wird traditionell fast immer mit Brot oder Reis serviert. Die Beilagen sind bewusst eher schlicht gehalten, damit die cremige, würzige Sauce im Mittelpunkt bleibt. Je nach Region, Restaurantstil oder Familienrezept unterscheiden sich die Kombinationen leicht.

Naan

Naan ist die wohl bekannteste Beilage zu Butter Chicken. Das weiche, leicht luftige Fladenbrot stammt aus der nordindischen Küche und wird traditionell im Tandoor-Ofen gebacken. Besonders beliebt sind Butter Naan oder Garlic Naan mit Knoblauch und geschmolzener Butter. Perfekt, um die cremige Sauce aufzunehmen.

Basmati-Reis

Locker gekochter Basmatireis gehört zu den absoluten Klassikern. Sein feines Aroma und die langen Körner harmonieren hervorragend mit der würzigen Sauce, ohne den Geschmack zu überdecken. In vielen traditionellen Restaurants wird der Reis bewusst schlicht serviert, damit das Curry die Hauptrolle behält.

Jeera Rice

Jeera Rice ist eine besonders beliebte nordindische Reisvariante. Dabei wird Basmatireis mit Kreuzkümmel – auf Hindi „Jeera“ – und häufig etwas Ghee verfeinert. Der leicht nussige Geschmack des Kreuzkümmels passt hervorragend zu cremigem Butter Chicken und bringt zusätzliche Tiefe auf den Teller.

Roti oder Chapati

Roti beziehungsweise Chapati sind dünne, einfache Fladenbrote aus Vollkornmehl. Sie gelten als alltäglicher und leichter als Naan und werden oft zuhause serviert. Gerade zu reichhaltigen Currys sorgen sie für eine angenehm ausgewogene Kombination.

Paratha

Paratha ist die gehaltvollere Variante unter den indischen Broten. Das mehrlagige Fladenbrot wird meist mit etwas Butter oder Ghee ausgebacken und bekommt dadurch eine besonders aromatische, leicht knusprige Struktur. Zusammen mit Butter Chicken entsteht daraus ein kräftiges, sehr sättigendes Gericht mit echtem Wohlfühlcharakter.

Serviertipps

Servieren Sie das Butter Chicken direkt aus der Pfanne mit lockerem Basmatireis, frischem Koriander und einem Klecks Joghurt. Dazu passt hervorragend ein Mango-Lassi oder ein frischer Minzdrink. Ein unkompliziertes Curry mit kräftigem Aroma, cremiger Sauce und echtem Wohlfühlcharakter. Guten Appetit!